Mit einer Pelletpresse kann man viele verschiedene Materialien zu unterschiedlichen Zwecken herstellen. Weit verbreitet ist die Anwendung zur Herstellung von Holzpellets, um sie als Brennstoff zu benutzen, aber auch zur Herstellung von Futterpellets für Tiere. Der Begriff “Pellet” leitet sich aus dem Englischem ab und bedeutet “Bällchen” oder auch “Kügelchen”. Ein gepresstes Pellet ist meist kugel- oder zylinderförmig. Um Pellets herzustellen, wird das benötigte Rohmaterial zerkleinert und dann durch eine Matrize gepresst. Durch diesen Vorgang haben die Pellets dann die gleiche Dichte. Prinzipiell werden Pellets trocken hergestellt, manchmal wird jedoch ein Bindemittel verwendet, um eine bessere Konsistenz zu erhalten.
Wie wird aus Holz ein Holzpellet?
Damit aus dem Rohstoff Holz ein Holzpellet wird, muss es verschiedene Schritte durchgehen. Erst wird es einer Qualitätsprüfung unterzogen. Ist das Holz entrindet? Wenn nicht, so steigt der Aschegehalt womöglich über den zulässigen Wert. In einem nächsten Schritt wird das Holz mit einer Hammermühle zerkleinert und zu Spänen gefertigt. Um gute Pellets zu erzeugen, sollten die Späne so klein wie möglich sein. Um eine optimale Bindeeigenschaft zu erhalten, sollte der Wassergehalt auf 10 % bis 15 % eingestellt sein. Natürlich kann man auch noch ein Bindemittel hinzugeben, wie z. B. Stärke oder Melasse. Der nächste Schritt ist die eigentliche Pelletierung. Mit einer Pelletpresse wird das Ausgangsmaterial durch eine Matrize gepresst. Matrizen gibt es mit verschieden großen Bohrlöchern, er entspricht dem Durchmesser des fertigen Pellets. Durch das Pressen entsteht Wärme von bis zu 130 °C, so wird das Bindemittel aktiviert und verbindet die einzelnen Späne zu einer Masse. Mit einem Messer kann man die Pelletstränge die durch die Matrize hinaustreten auf die gewünschte Länge kürzen. Die fertigen Pellets werden entweder lose in Silofahrzeuge gegeben, oder in Säcke abgepackt.
Wo kann man Pellets verwenden?
Pellets werden in verschiedenen Bereichen angewendet. Zum einen als biogener Brennstoff. Holzpellets zum Beispiel werden in der Regel für Pelletheizungen oder als Industriepellets für Kraftwerke genutzt. Unter den biogenen Brennstoffpellets gibt es auch, wenn auch weniger verbreitet, Torfpellets, Strohpellets und Restwertpellets (aus Abfällen von Getreidemühlen).
Eine andere Art von Pellets sind Futtermittelpellets, sie werden als zusätzliches Kraftfutter hinzugegeben. Auch in der Bierproduktion kommen Pellets zum Einsatz, hier in der Form von Hopfenpellets. In der Industrie werden jedoch nicht nur Holzpellets verwendet, in der Pharmazie werden sie zum Beispiel als Vorprodukt gebraucht um sie dann zu Tabletten zu pressen oder in Kapseln abzufüllen.

Wenn Pellets einen Durchmesser von über 4 cm haben oder eckig sind, nennt man sie nicht mehr Pellets, sondern Brickets. Heizpellets werden immer mehr für den privaten Gebrauch genutzt. Sie sind sehr emissionsarm und effizient. Die Leistung eines Kilos an Pellets entspricht dem von einem halben Liter Heizöl. Privatleute finden ihre Pelletpressen meistens im Internet. Die Bedienung ist einfach und sicher. Besonders beliebt sind sie auf Bauernhöfen oder auch handwerklichen Berufen. Tischler und Schreiner produzieren in der Regel sehr viel Holzmüll den sie sonst einfach entsorgen. Durch eine Pelletpresse können sie ihren Holzabfall effizient nutzen und auch gleich Kosten sparen. Auf Bauernhöfen ist neben dem Aspekt der umweltfreundlichen Heizung auch die Tierfutterherstellung von großer Bedeutung. Landwirte haben so die Möglichkeit das Mischverhältnis und die Zutaten selbst zu bestimmen.